Mit der 28. Schwangerschaftswoche (SSW) beginnt zum einen die letzte Woche des siebten Schwangerschaftsmonats und gleichzeitig startest du mit deinem ungeborenen Baby sehr bald in das dritte und letzte Schwangerschaftstrimester. 28 SSW (Schwangerschaftswoche)

Die 28. Schwangerschaftswoche

Kernthema: Geburtsvorbereitungskurs

Du darfst wahrlich stolz auf dich sein, denn schließlich hast du schon 27 lange Wochen deiner Schwangerschaft hinter dir und es stehen mit der jetzigen 28. Schwangerschaftswoche (SSW) nur noch 13 Wochen vor dir!

Natürlich durchlebt jede Frau während ihrer Schwangerschaft andere Höhen und Tiefen, doch allen bleibt eines gemeinsam: die Vorfreude auf den kleinen neuen Erdenbürger. Typische „Nebenwirkungen“ einer Schwangerschaft machen allerdings vor kaum einer Schwangeren Halt, doch auch hier bist du nicht allein – der Gedanke, dass auch andere schwangere Frauen die gleichen oder ähnlichen Symptome haben, sollte dich etwas beruhigen. Jedoch gilt, wie bei allen gesundheitlichen Fragen, dass du bei übermäßig starken und häufigen Beschwerden deinen Arzt aufsuchst, um Komplikationen für dich und dein Ungeborenes auszuschließen.

In der 28. Schwangerschaftswoche können zu starke Unterleibsschmerzen beispielsweise erste Anzeichen für vorzeitige Wehen sein, die schlimmstenfalls eine Frühgeburt hervorrufen können. Denn wenn sich diese Schmerzen tatsächlich als Wehen entpuppen und sich dann auch noch der Muttermund öffnet, dann ist eine zu frühe Geburt kaum zu verhindern. Um es nicht soweit kommen zu lassen, solltest du bei außergewöhnlichen Anzeichen deine Hebamme oder deinen Arzt konsultieren.

Besonders bei Zwillingen oder Mehrlingen sind frühzeitige Wehen typisch, da die Schwangere und ihr Körper eine Doppel- oder Mehrfachbelastung ausgesetzt ist und somit der Körper öfter frühzeitige Wehen auslöst. Doch nicht nur bei ungewöhnlichen Schmerzen ist es nötig, einen Arzt zu fragen, sondern auch routinemäßige Untersuchungen solltest du während deiner Schwangerschaft dir zuliebe und aus Liebe zu deinem Kind wahrnehmen.

Zu diesen Untersuchungen zählt beispielsweise zwischen der 25. und 28. Schwangerschaftswoche (SSW) ein Test zur Feststellung von Schwangerschaftsdiabetes, über den dich dein Arzt ausführlich aufklären wird und welcher oft schon durch eine Ernährungsumstellung behoben werden kann. Allerdings wird dies nur von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, wenn ein begründeter Verdacht auf Schwangerschaftsdiabetes vorliegt.

Veränderungen des Körpers ab der 28. SSW

Für dich als werdende Mama ist es natürlich das Wichtigste, wie sich dein Körper und das Baby in deinem Bauch während der Schwangerschaft verändert und entwickelt. Von Woche zu Woche ist eine stetige Gewichtszunahme zu erkennen und dein Bauchumfang wird größer, da dein Baby natürlich immer mehr Platz braucht.

Eine natürliche Erscheinung im Zuge der Spätschwangerschaft sind außerdem Wassereinlagerungen, die meistens nach der Geburt verschwinden, indem du durch vieles und häufiges Schwitzen dieses Wasser in deinem Körpergewebe Gewebe verlierst.

Der obere Teil deiner Gebärmutter sitzt in der 28. Schwangerschaftswoche ungefähr 3 bis 4 cm über dem Bauchnabel, welchen du an deinem harten Bauch ertasten kannst. Im oberen Bereich der Gebärmutter ist nun mehr Platz als im unteren Bereich, so dass dein ungeborenes Baby allmählich die richtige Geburtsposition einnehmen kann.

Veränderungen des Babys ab der 28. SSW

Wie sich dein Körper entwickelt gibt auch Aufschluss darüber, dass bzw. wie sich der Fötus in deinem Bauch entwickelt. Von Tag zu Tag wird er größer, in der 28. Schwangerschaftswoche hat es inzwischen eine Größe von 37 cm und ein Gewicht von 1100 g, also über 1 kg! Die weiche, zarte Haut deines Babys wird immer stärker von einer darunterliegenden Fettschicht geschützt.

Des Weiteren hat es nun die Augen offen, wenn es wach ist, und geschlossen, wenn es schläft. Zwar kann es schon zwischen hellen und dunklen Lichteinstrahlungen, die durch die Bauchdecke dringen, unterscheiden, aber scharf sehen kann es in der 28. Schwangerschaftswoche (SSW) noch nicht. Es dauert ungefähr bis zum zweiten Geburtstag deines Kindes, bis die Sehfähigkeit vollständig ausgebildet ist. Farben hingegen kann das Neugeborene schon ab dem zweiten Lebensmonat erkennen.

Wenn man möchte, dass das Neugeborene das Gesicht erkennt, dann sollte man relativ nah an das Baby herangehen, denn ab 20 cm Entfernung ist es dem kleinen Lebewesen möglich, Gesichter zu erkennen. Und das schönste Gesicht, in welches dein Baby schauen wird, ist natürlich das seiner eigenen Mutter!

Der Geburtsvorbereitungskurs ab der 28. SSW

Der Geburtsvorbereitungskurs ist die optimale Gelegenheit, sich auf die oft kräftezehrende Geburt vorzubereiten. Die Teilnahme an einem Geburtsvorbereitungskurs ist keine Pflicht, aber sie bietet einige Vorteile, von denen du während der Geburt deines Kindes oder Kinder, wenn es Zwillinge oder Mehrlinge werden, profitieren kannst.

Wer kann am Geburtsvorbereitungskurs teilnehmen?

Teilnehmen kann an einem Geburtsvorbereitungskurs jede schwangere Frau, allerdings ist ein Geburtsvorbereitungskurs vor allem zwischen der 28. SSW und 30. SSW sinnvoll, also ca.12 bis 10 Wochen vor der Geburt. Deshalb richten sich diese Kurse explizit an Frauen in diesen Schwangerschaftswochen.

Auch die Partner der schwangeren Frauen dürfen an den Geburtsvorbereitungskursen teilnehmen, wenn spezielle Kurse für beide Partner angeboten werden. Dabei lernt der Vater des Kindes, wie eine Geburt abläuft und was es vor, während und nach der Geburt zu beachten gilt. Manchmal ist es auch möglich eine andere Begleitperson, beispielsweise deine beste Freundin oder deine Mutter, zu den Kursstunden mitzunehmen, dies klärst du am besten vorher mit der Kursleiterin ab.

Die Anmeldung

Doch bevor du überhaupt einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen kannst, solltest du dich rechtzeitig dafür anmelden. Schlauerweise dann, sobald du von deiner Schwangerschaft erfahren hast, oder aber spätestens bis zur 20. SSW, da diese Kurse heutzutage heiß begehrt sind.

Die Anmeldung erfolgt normalerweise direkt bei den jeweiligen Einrichtungen, die solche Kurse anbieten. Dazu zählen Krankenhäuser, Geburtshäuser, Hebammenpraxen, Familienbegegnungsstätten, Elternschulen und freie Hebammen. Bei rechtzeitiger Anmeldung hast du gute Chancen, einen Platz bei einem der angebotenen Geburtsvorbereitungskurse zu bekommen. Am besten informierst du dich bei der städtischen Auskunftsstelle deiner Stadt oder dem Internetportal deiner Stadt, um dort sicher zu erfahren, wo und wann Geburtsvorbereitungskurse in deiner Nähe stattfinden.

Vielleicht haben bereits Mütter aus deinem sozialen Umfeld Erfahrungen mit Geburtsvorbereitungskursen gemacht, so dass sie dir Tipps für die Anmeldung geben können oder dir einen bestimmten Geburtsvorbereitungskurs bzw. eine bestimmte Kursleiterin empfehlen können.

Die Kosten?

Offiziell anerkannte Geburtsvorbereitungskurse werden nur durch ausgebildete Kursleiterinnen, d.h. Hebammen, durchgeführt. Wenn du einen solchen offiziell anerkannten Kurs besuchst, so werden die Kosten für den Kurs von der (gesetzlichen) Krankenkasse übernommen.

Möchte auch dein Partner an dem Geburtsvorbereitungskurs teilnehmen, so muss er lediglich einen Beitrag von ca. 60,00 € bis 80,00 € aus eigener Tasche dazu steuern.

Fit bleiben und Freundschaften knüpfen

An einem Geburtsvorbereitungskurs nehmen neben dir noch bis zu maximal 11 andere Schwangere teil, wobei jede werdende Mutter bequeme Kleidung tragen sollte und eine Iso- bzw. Yogamatte oder ein Sitzkissen dabei haben sollte.

Das Gute an einem Geburtsvorbereitungskurs ist zudem, dass alle Teilnehmerinnen ungefähr in der gleichen Schwangerschaftswoche sind wie du, so dass manchmal engere Kontakte oder sogar Freundschaften zu Gleichgesinnten entstehen. Viele werdende Mamas bleiben auch nach der Geburt ihrer Kinder in Kontakt und organisieren eigene Treffen oder Krabbelgruppen mit den Neugeborenen bzw.

Babys. Doch nicht nur aus diesem Grund ist der Besuch eines Geburtsvorbereitungskurses eine gute Idee. Der Hauptzweck eines solchen Kurses liegt in der körperlichen und mentalen Vorbereitung der werdenden Mütter (und werdenden Väter) auf die bevorstehende Geburt. In den Räumlichkeiten der Einrichtung, die deinen Geburtsvorbereitungskurs anbietet, findet der Kurs innerhalb von insgesamt 14 Stunden, die meist auf sieben Doppelstunden unter der Woche oder aber auf ein Wochenende verteilt sind, statt.

Dabei lernst du verschiedene Atemtechniken und körperliche Übungen, insbesondere für den Beckenboden, sowie Entspannungsübungen kennen, die dann im Geburtsvorbereitungskurs auch aktiv durchgeführt werden. Außerdem erhältst du von der Kursleiterin aktuelle Informationen zu den Themen rund um Geburt, Baby und Erziehung.

Alles in allem ist ein Geburtsvorbereitungskurs die ideale Möglichkeit, sich unter professioneller Anleitung auf die Geburt vorzubereiten und nebenbei auch noch in Austausch mit gleichgesinnten Schwangere zu treten. Bei weiteren Fragen kontaktierst du am besten deine eigene Hebamme und du kannst dir ergänzend zu dem Thema den Online-Geburtsvorbereitungskurs von bestmom ansehen.

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